WordPress macht in Sachen SEO von Haus aus schon vieles richtig. Eine blanke WordPress-Installation reicht allerdings nicht aus, um eine gute Grundlage für Suchmaschinenoptimierung zu schaffen. Daher möchte ich euch 10 Wordpress SEO Plugins vorstellen, die ihr unbedingt auf eurer Wordpress-Website ausprobieren solltet!

Yoast SEO – WordPress SEO Plugin

Wordpress SEO Plugin: Yoast SEO

Als erstes WordPress SEO Plugin möchte ich einen Klassiker vorstellen – Yoast SEO. Das SEO Plugin gehört quasi zum Pflichtprogramm einer jeden WordPress-Website. Das Tool kümmert sich um alles, was man bei WordPress bezüglich der Suchmaschinenoptimierung vermisst.

Eine der wesentlichen Funktionen, mit der ihr regelmäßig in Kontakt kommen werdet, ist die Yoast SEO Meta Box. Die Box fügt sich automatisch in die Bearbeitungsoberfläche eurer Beiträge, Seiten, Kategorien und Schlagworte ein. Auch Custom Post Types werden  unterstützt. Hier könnt ihr unter anderem den Title und die Meta-Description in einer Snippet-Vorschau festlegen. Zudem ist die individuelle Steuerung der Meta-Robots und des Canonical-Tag für die jeweilige Seite möglich. Als netten Obulus gibt es einen Mini-Onpage Check und ihr könnt ein Keyword für die Seite definieren (in der Premium-Version auch zwei). Wer auch noch seine Social-Media Kanäle über den Facebook Open-Graph und die Twitter Card Meta Daten pflegen möchte, der kann Title, Description und Titelbild für jede Seite individuelle vergeben.

Wordpress Yoast SEO - Die Snippet Vorschau

Snippet-Vorschau von Yoast SEO für diesen Beitrag

In den Optionen von Yoast SEO gibt es eine ganz Menge zu konfigurieren, wie z.B.:

  • Templates zu Titles und Meta-Descriptions für Seitentypen festlegen und die Meta-Robots steuern.
  • Verknüpfung von Social-Media Profilen im <head> Bereich der Seite.
  • Verwaltung von XML-Sitemaps, die später in der Google Search Console hinterlegt werden können.
  • Anbindung an die Google Search Console.
  • Breadcrumbs, die sich in den Google SERPs durch Schema.org besonders hervorheben.
  • Entfernen von Stopwörtern aus den Slugs.
  • Entfernen der Basiskategorie /category/ für eine flache Seitenarchitektur.
  • Räumt den Head-Bereich der Seite auf – entfernt z.B. RSS-Links und RSD-Links. Google liebt bekanntlich einen aufgeräumten <head> Bereiche.
  • Schutz vor Duplicate-Content von RSS-Scrapern.
  • Bearbeitung der .htaccess und robots.txt. Sehr nützlich, wenn ihr keinen direkten FTP-Zugriff auf die Dateien habt.
  • Importieren und Exportieren von Einstellungen. So könnt ihr ganz bequem eure Settings auf weiteren Websites nutzen. Auch wenn ihr z.B. vom All In One SEO Pack zu Yoast SEO wechselt, könnt ihr die Einstellungen ganz bequem importieren.

Das ist allerdings nur eine zusammengefasste Übersicht von dem was das WordPress SEO Plugin alles zu bieten hat. Für jeden Bereich könnt ihr Feinjustierungen vornehmen, die jedes SEO-Herz höher schlagen lassen. Wie es sich für ein solch ausgereiftes Plugin gehört, ist Yoast SEO kompatible mit Multi-Site-Installationen und mittlerweile in mehrere Sprachen übersetzt (natürlich auch auf Deutsch).

In der Premium-Version von Yoast SEO habt ihr die Möglichkeiten zwei Keywords für eine Seite zu definieren. Das ist besonders hilfreich, wenn ihr zusätzlich auf ein Nebenkeyword optimieren wollt.

Ich weiß… ich weiß… 1 Keyword pro Seite!!! Aber Synonyme machen schon Sinn, oder?

Ein weiteres nettes Feature ist der Redirect-Manager. Durch eine Anbindung an die Google Search Console wird der Redirect-Manager zu einem sehr mächtigen Tool. Ihr könnt damit sogar Redirect-Dateien für euren Apache- und NGINX-Server erstellen lassen.

Mein Fazit zu Yoast SEO:

Yoast SEO ist eine ganz klare Empfehlung als Wordpress SEO Plugin und schon lange kein Geheimtipp mehr. Die kostenlose Version wird für die meisten Websites völlig ausreichend sein. Das Plugin läuft so stabil, dass ich in den ganzen Jahren niemals ein Supportticket schreiben musste. Auch mit WooCommerce hat das WordPress SEO Plugin noch nie irgendwelche Probleme gemacht.

Einen Nachteil hat die Premium-Version allerdings. Für die 69$ erhaltet ihr nur eine Jahreslizenz für Support und Updates. Nach 12 Monaten fallen die 69$ erneut. Auf Updates sollte man nämlich nicht verzichten!

wpSEO

Wordpress SEO Plugin: wpSEO

wpSEO wurde ursprünglich von Sergej Müller entwickelt, der sich leider aus gesundheitlichen Gründen aus der WordPress-Scene zurückziehen musste. Jetzt hat Eisy das Zepter von wpSEO übernommen und bisher macht er seine Sache wirklich gut.

wpSEO ist in meinen Augen das einzige WordPress SEO Plugin, was gegen Yoast SEO ankommt. Leider ist es auch das einzige SEO Plugin in dieser Liste, welches ausschließlich als Premium-Plugin erhältlich ist. Dafür bekommt ihr aber eine ganze Menge geboten.

Eisy setzt die persönliche Messlatte sehr hoch, wenn es um Qualität und Stabilität geht. Er hat von Anfang angekündigt, dass er das erfolgreiche WordPress SEO Plugin nicht mit neuen Features überfrachten wird.

Ein wesentlicher Punkt, der bei wpSEO bisher immer einen bitteren Beigeschmack hatte, war das unübersichtliche Menü. Mit Version 4.0 (seit 1. Dezember 2015 erhältlich) hat Eisy hier allerdings ordentlich aufgeräumt. Jetzt lässt es sich endlich übersichtlich im WordPress Back-End leben. 🙂

Kommen wir aber zu dem, was wpSEO alles zu bieten hat. Mit im Leistungspaket ist u.a.:

  • Im Dashboard gibt es wichtige SEO und Social-Media Metriken auf einen Blick.
  • Meta Box für Title, Description, Meta-Robot, Canonical & Redirect.
  • Vorschläge für Metadaten mit Hilfe von Google Suggest.
  • Templates zu Titles per Drag & Drop definieren.
  • Vorgaben zur Auswahl der Descriptions.
  • Vorlagen Steuerung der Meta-Robots.
  • Ausgabe von Twitter Cards und Facebook Open Graph Daten.
  • Integration von Google+.
  • Unterstützt Custom Post Types.
  • Import & Export via XML.
  • Sprachen: Deutsch + Englisch.
  • Unterstütz Mulit-Site-Installationen.
  • Gute Kompatibilität zu WooCommerce.

Das sind natürlich nur die wesentlichen Funktionen, die wpSEO bietet. Auch bei diesem WordPress SEO Plugin gibt es viele Möglichkeiten des Mikromanagements.

wpSEO - WordPress SEO Plugin

Die Meta-Box von wpSEO

wpSEO* könnt ihr vor dem Kauf 10 Tage kostenlos testen. Wenn euch das WordPress SEO Plugin schlussendlich überzeugt hat, gibt es die Single-Site Lizenz mit unbeschränkten Updates für 19,99 € zzgl. MwSt. Beliebig viele Eigenprojekte und den Multisite-Support gibt es ab der Deluxe-Lizenz für 49,99 € zzgl. MwSt.

Mein Fazit zu wpSEO:

Für kleinere Projekte kann ich mir einen kompletten Umstieg auf wpSEO sehr gut vorstellen. Für größere Websites reicht mir wpSEO allerdings noch nicht aus. Mir fehlt an dieser Stelle nämlich definitiv die Sitemap-Funktion.

Sehr gut am Premium-Modell von wpSEO finde ich, dass es unbeschränkte Updates gibt. Für wenig Geld kann das WordPress SEO Plugin in beliebig vielen Eigenprojekten eingesetzt werden.

WP Super Cache

Wordpress SEO Plugin: WP Super Cache

Ich bin immer wieder auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, um meinen WordPress-Websites einen Performance-Boost zu geben. Seit langem setze ich dabei auf das Plugin WP Super Cache.

Das WordPress SEO Plugin erstellt statische HTML-Seiten, die es auf dem Server zwischenspeichert. Kommt nun ein neuer Besucher auf eure Seite, bekommt er die zwischengespeicherte HTML-Seite ausgegeben. Diese Vorgehensweise erhöht die Reaktionszeit eures Servers enorm, was sich in der Ladezeit eurer Website widerspiegelt. Denn es müssen nicht mehr alle PHP- und Datenbankabfragen abgearbeitet werden.

WP Super Cache setzt bei seiner Arbeit auf folgende Caching-Verfahren:

  • Mod-Rewrite:
    Caching direkt durch den Apache-Server.
  • PHP-Caching:
    Alternative & leichter einzurichten als Mod-Rewrite. Für Webserver ohne Apache.
  • Legacy-Caching:
    Sehr flexibel, aber langsamer. Erlaubt sogar teildynamische Inhalte beim Caching.

Auch die restlichen Einstellungen bieten eine große Flexibilität bei der Konfiguration eures Caches. Im Vergleich zu anderen Caching-Plugins (z.B. W3 Total Cache) ist WP Super Cache sehr leicht zu konfigurieren, wodurch sich Anfänger schnell zurecht finden. Die Einstellungen sind einleuchtend und gut erklärt.

Mein Fazit zu WP Super Cache:

Wer noch kein Caching-Plugin im Einsatz hat, der sollte sich WP Super Cache auf jeden Fall anschauen. Das WordPress SEO Plugin wird eurer Website einen spürbaren Boost geben.

Für die Suchmaschinenoptimierung wird die Ladezeitenoptimierung immer wichtiger. Google will schnelle (mobile) Websites. Kommt ihr dem nach, werdet ihr mit besseren Rankings belohnt. Aber was noch viel wichtiger ist… eine gute Ladezeit erfreut eure Besucher. Und am Ende sollen die glücklich sein. 😉

WP Performance Score Booster

Wordpress SEO Plugin: WP Performance Score Booster

Das zweite WordPress SEO Plugin zur Optimierung der Ladezeit ist WP Performance Score Booster. Das Plugin habe ich erst seit kurzer Zeit im Einsatz. Allerdings war ich gleich begeistert! Nach kurzen Tests mit Pingdom und Google PageSpeed Insights hat es bewiesen, dass es seine Arbeit sauber und zuverlässig macht.

Das Plugin entfernt alle Query-Strings von statischen Inhalten wie z.B. CSS- & JS-Dateien. Hinzu kommt, dass es die GZIP-Komprimierung und das Browser-Caching aktiviert.

Mein Fazit zu WP Performance Score Booster:

Ihr müsst WP Performance Score Booster nur installieren und aktivieren. Den Rest übernimmt das Plugin für euch. Einfacher geht es kaum.

Ich würde mir für die Zukunft jedoch wünschen, dass man die Expires beim Browser-Caching selbst festlegen kann

Table of Contents Plus

Wordpress SEO Plugin: Table of Contents Plus

Ihr habt bestimmt schon das Inhaltsverzeichnis in meinen Beiträgen bemerkt. Das Plugin meiner Wahl ist dafür Table of Contents Plus (TOC+).

Der Einsatz eines Inhaltsverzeichnis in Blogbeiträgen hat zweierlei Vorteile. Als erstes stimmt ihr damit eure Besucher glücklich. Sie sehen sofort, was sie in eurem Beitrag erwartet und müssen dazu nicht erst durch die gesamte Seite scrollen. Der positive Effekt spiegelt sich u.a. in einer niedrigeren Absprungrate (Bounce-Rate) und einer höheren Verweildauer wieder. Beide KPIs sollten sich mit Einsatz eures Plugins verbessern.

Aber auch Google ist happy wenn ihr ein Inhaltsverzeichnis mit Ankerpunkten nutzt. Denn Google verwendet die Sprungmarken als interne Links, die bei korrekter Umsetzung sogar in den Google-Suchergebnissen angezeigt werden. Das wiederum kommt der Klickrate in den Suchergebnisse zugute, da ihr mehr Aufmerksamkeit in den SERPs erhaltet.

Inhaltsverzeichnis in den Snippets der Google Suchergebnisse mit WordPress SEO Plugin

Snipptet mit Sprungmarke aus dem Inhaltsverzeichnis

TOC+ erfüllt alle der oben genannten Anforderungen. Dazu bietet das WordPress SEO Plugin detaillierte Konfigurationsmöglichkeiten. Ihr könnt das Inhaltsverzeichnis z.B. auch auf Seiten anzeigen lassen. Aber schaut euch die Einstellungen am besten selbst an. Auf der Plugin-Seite von wordpress.org werden alle Einstellungmöglichkeiten auf den Screenshots dargestellt.

Mein Fazit zu TOC+:

In meinen Augen ist ein Inhaltsverzeichnis in Blogbeiträgen ein Must-Have! Ihr erleichtert euren Besuchern und Google damit die Orientierung auf eurer Seite. Ein netter Nebeneffekt… die Sprungmarken werden auch in den Suchergebnissen angezeigt (siehe Screenshot).

WP Smush

Bilder mit WP Smush komprimieren

WP Smush ist ein WordPress SEO Plugin, auf das ich nicht mehr verzichten möchte. Es nimmt euch beim Upload von Bildern die Arbeit mit der Komprimierung ab. Mit WP Smush braucht ihr euch nicht mehr auf die manuelle Bildkomprimierung zu versteifen. Das Bild sollte vor dem Upload jedoch auf die richtige Größe gebracht werden.

Das Plugin klingt sich im Medien-Menü des WordPress Back-End ein. Von dort aus könnt ihr nachträglich alle Bilder komprimieren, ohne einen spürbaren Qualitätsverlust hinnehmen zu müssen.

Bildkomprimierung mit WP Smush.

Optimierungsergebnis von www.seo-webentwicklung.de

Aber Achtung! Wenn ihr die Bildgröße nachträglich verändert, könnt ihr in der Google Bildersuche ordentlich an Sichtbarkeit verlieren. Google behandelt die komprimierten Bilder als wären sie komplett neu. Einen hilfreichen Hintergrundartikel zu dem Thema hat Martin Mißfeld auf www.tagseoblog.de veröffentlicht.

Ihr solltet euch vor einer nachträglichen Bildkomprimierung gut überlegen, wie viel Traffic ihr durch die Google Bildersuche erhaltet und ob ihr vorübergehend darauf verzichten wollt/könnt.

Mit der kostenlosen Version könnt ihr Bilder mit bis zu 1 MB Größe optimieren. Die Massenoptimierung ist dabei auf 50 Bilder pro Durchlauf beschränkt. Diese Restriktionen hebt ihr mit WP Smush Pro auf. Mit der Premium-Version habt ihr folgende Zusatzfunktionen:

  • Noch bessere Komprimierung.
  • Bildgröße ist auf 32 MB angehoben.
  • Komprimiere alle Bilder nachträglich in einem Durchlauf und mit nur einem Klick.
  • Backups der unbearbeiteten Originalbilder.
  • 24/7 Support

Mein Fazit zu WP Smush:

Für mich ist das WordPress SEO Plugin ist ein unverzichtbaren Begleiter auf meinen Websites. Das Resultat kann sich sehen lassen und macht sich in einer besseren Ladezeit bemerkbar.

Auf meiner Seite konnte ich mit WP Smush immerhin noch 6,1% (2,2MB) einsparen. Bei anderen Websites konnte ich mit WP Smush einen Optimierungsgrad von über 40% erzielen! Per Hand hätte ich dafür Stunden oder sogar Tage gebraucht.

Optimize Database after Deleting Revisions

Wordpress Datenbank optimieren mit Optimize Database after Deleting Revisions

Eine WordPress Datenbank kann ohne Pflege schnell zumüllen. Bei kleinen Websites mag das noch relativ unproblematisch sein, aber besonders bei großen Websites und Online-Shops bläht sich die MySQL-Datenbank mit der Zeit sehr stark auf.

Optimize Database after Deleting Revisions ist ein Tool, welches für euch den unnützen Ballast über Board wirft. Dabei werden beispielsweise nicht mehr benötigte Revisionen von Blogbeiträgen, Spam-Kommentare, Ungenutzte Tags, Pingbacks und Trackbacks gelöscht. Anschließend kann man optional die Datenbank optimieren lassen.

Ganz wichtig! Legt vor der Optimierung eurer Datenbank unbedingt ein Backup an. Ich selbst habe es mit diesem Plugin noch nicht erlebt, aber es kann bei einem Durchlauf immer mal etwas in die Hose gehen. Das könnt ihr manuell erledigen, oder ihr nutzt beispielsweise das kostenlose Plugin BackWPup.

Mein Fazit zu Optimize Database after Deleting Revisions:

Eine solide Lösung, mit der ich schon einige große WordPress-Datenbanken entschlackt habe. Ihr glaubt gar nicht, wie viel Müll sich ansammelt, wenn man nicht regelmäßig aufräumt.

Aber warum ordne ich dieses Tool als WordPress SEO Plugin ein? Ganz einfach… die Performance der Datenbank hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Ladezeit eurer WordPress-Website und wird von vielen Website-Betreibern, aber auch von so manchem SEO, häufig außen vor gelassen.

P3 (Plugin Performance Profiler)

Langsame Plugins mit P3 aufspüren

Das letzte WordPress Performance Plugin in meiner Liste ist der Plugin Performance Profiler (kurz: P3). Mit Hilfe von P3 könnt ihr WordPress Plugins ausfindig machen, die eure Website ausbremsen.

Nach einer Analyse eurer Website spuckt P3 viele nützliche Informationen aus, die euch beim Aufstöbern von lahmen Plugins helfen.

So bekommt ihr einen Überblick über den Anteil der Ladezeit, der allein durch Plugins verursacht wird und wie viele MySQL-Abfragen pro Seitenaufruf abgesetzt werden. Die Resultate sind übrigens grafisch sehr übersichtlich aufbereitet.

Habt ihr die Bremsklötze eurer Website ausfindig gemacht, könnt ihr euch auf die Suche nach Alternativen machen und diese ebenfalls testen. Mit dieser Vorgehensweise findet ihr Stück für Stück zu eurer optimalen WordPress Plugin Komposition.

Mein Fazit zu P3:

P3 ist ein hervorragendes WordPress SEO Tool, um lahmen Plugins den Gar auszumachen.

Wenn ich ein neues Plugin teste oder ein mir unbekanntes Plugin bei einem Kundenprojekt auftaucht, schaue ich mir immer auch die Ergebnisse in P3 an. Dann sehe ich schnell, ob die Performance in Verbindung mit dem Funktionsumfangs gerechtfertigt ist.

Yet Another Related Posts Plugin (YARPP)

Wordpress SEO Plugin: YARPP

Viele Website-Betreiber sind immer auf der Jagd nach Backlinks von anderen Websites. Dabei vergessen sie häufig, welches Potenzial in der eigenen Seite liegt. Ein Beispiel, mit dem man gezielt die SEO-Power steuern kann, ist die interne Verlinkung.

Ein sehr hilfreiches WordPress SEO Plugin aus dem Bereich der internen Verlinkung ist „Yet Another Related Posts Plugin“ – oder einfach nur YARPP. Das Plugin ermittelt zuverlässige ähnliche Beiträge in deinem Blog anhand von Titel, Inhalt, Tags & Kategorien. Diese Beiträge können wahlweise unterhalb deiner Beiträge oder mit einem Widget in der Sidebar angezeigt werden.

Die Konfigurationsmöglichkeiten von YARPP sind mittlerweile sehr ausgereift. Ihr könnt z.B. selbst priorisieren, anhand welcher Metriken die Ähnlichkeit eines Beitrags ermittelt werden soll. YARPP kann übrigens auch auf statischen Seiten eingesetzt werden.

Wer jetzt denkt…

Hmm… noch mehr Datenbankabfragen… das bremst doch nur meine Seite aus!

… den muss ich leider enttäuschen. YARPP hat eine eigene Caching-Funktion und schont damit eure Ladezeit. Aber Achtung! In Kombination mit anderen Caching-Plugins, wie z.B. WP Super Cache, kann es zu Problemen kommen.

In der Pro-Version habt ihr die Möglichkeiten der Monetarizierung und der Verlinkung über mehrere Domains hinweg. Sehr interessant ist auch die Einstellung von individuellen Thumbnailgrößen.

Mein Fazit zu YARPP:

YARPP ist eine tolle Möglichkeit, um eure interne Verlinkung zu verbessern. Durch die Feinjustierung bei den Ähnlichkeitseinstellung könnt ihr zuverlässig ähnliche und relevante Artikel ausgeben. Denn durch blindes verlinken schafft ihr keinen Mehrwert für eure Besucher und schadet eurer SEO.

Wenn ihr noch kein ähnliches Tool im Einsatz habt, solltet ihr euch „Yet Another Related Posts Plugin“ auf jeden Falle anschauen. Das für mich beste Plugin in diesem Bereich.

Redirection

Wordpress SEO Plugin: Redirection

Für so machen Website-Betreiber und SEO ist die .htaccess Datei ein Buch mit 7 Siegeln. Daher scheuen sich viele davor die Redirects einzurichten und verschenken dadurch kostbaren Linkjuice.

Das kostenlose WordPress SEO Plugin „Redirect“ verspricht Abhilfe und kümmert sich um die Weiterleitungen auf deiner Website. Das Plugin hat in der aktuellen Version 2.4.3 unter anderem folgende Funktionen:

  • Umleitung mit Hilfe der Wordpress-API.
  • Monitor für 404-Fehler, die direkt in 301-Redirects umgewandelt werden können.
  • Redirect-Log.
  • Automatisches anlegen eines 301-Redirect, wenn sich die URL einer Seite ändert.
  • Umleitung von index.php, index.html & index.htm.
  • Statistik über aufgerufene Redirects mit Zeit- und Quellenangabe.

Mein Fazit zu Redirection:

Ich bin zwar ein Verfechter von Redirects mittels .htaccess, aber das WordPress SEO Plugin ist eine gute Alternative für alle die sich nicht an die .htacces rantrauen. Redirection bietet einen sehr guten Funktionsumfang.

Besonders den 404-Monitor finde ich sehr interessant. Das spart einem viel Zeit und man muss nicht auf Fehler aus der Search Console warten.

Fazit

Mit diesen 10 WordPress SEO Plugins könnt ihr eine Menge aus eurer Seite rausholen. Eure Besucher und der Google-Bot werden es euch danken.

Den festen Kern bilden die WordPress SEO Plugins  von Yoast (Yoast SEO) und Eisy (wpSEO). Beide SEO-Tools sind sehr ausgereift und geben euch viele Werkzeuge an die Hand, mit der ihr die SEO-Kriterien eurer Website optimieren könnt.

Für Google wird die Ladezeit von Websites immer wichtiger. Kein Wunder beim Wachstum des mobilen Internets. Um die Performance eurer Seite zu verbessern, solltet ihr alle Register ziehen um eure Besucher und Google mit einer blitzschnellen Website zu begeistern. Alle wichtigen Werkzeuge die ihr dazu braucht, habe ich euch in diesem Beitrag vorgestellt. Das ist eine sehr gute Ausgangsbasis, um mit der Ladezeitoptimierung loszulegen.

Die interne Verlinkung wird häufig unterschätzt. Ihr könnt damit gezielt einzelne Unterseiten pushen und in den Rankings weiter nach vorne bringen. Ein guter Anfang ist die Verlinkung von ähnlichen Beiträgen in eurem Blog, bei dem euch YARPP sehr gute Dienste leistet. Ein toller Nebeneffekt… die Verweildauer und die Absprungrate (Bounc-Rate) verbessern sich im besten Fall gleich mit.

Ebenso wichtig wie die interne Verlinkung ist die Pflege der Redirects. Schon so mancher Relaunch hat eine Bauchlandung hinlegen müssen, nur weil die Weiterleitung der alten URLs vergessen wurde. Ich persönlich pflege die Redirects unmittelbar in der .htaccess Datei am Server. Wem das allerdings zu gewagt ist oder bei dem Thema einfach nur Bahnhof versteht, der erhält mit dem WordPress SEO Plugin „Redirection“ eine gute Alternative.

Egal wie gut WordPress auch sein mag, beim Thema SEO muss man ganz schön nachhelfen. Die Arbeit für die oben beschrieben Maßnahmen zahlt sich aber schon nach kurzer Zeit aus. Ihr macht die Website für eure Besucher und für Google attraktiver, was in der Konsequenz zu einer Verbesserung der Rankings führt.